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| 18.
Dezember 2001 |
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| Da
die alljährlichen Vorweihnachtswehen in Cardiff genauso
unerträglich wie an den meisten anderen Orten sind, versuche
ich mich dem Trubel durch eine Reise nach New York zu entziehen.
(Dort ist es immer trubelig und daher vergleichsweise 'normal'.)
Weihnachten werde ich also dieses Jahr mit
Freunden in den USA feiern.
Ich
wünsche geruhsame Feiertage und einen sanftes Gleiten
in das neue
Jahr allerseits... |
Es
weihnachtet sehr und sowohl die Universität Cardiff
als auch unser Institut haben die erhofften Geschenke bereits
erhalten: In der etwa alle fünf Jahre stattfindenden
nationalen Forschungsbewertung (Research
Assessment Exercise, RAE
)
hat Cardiff insgesamt acht Plätze zugelegt und gilt nun
als siebtbeste Universität Grossbritanniens. Wichtiger
jedoch ist, dass unser Institut dabei die angestrebte Höchstnote
5*A erhalten hat und sich nun offiziell als "bestes psychologisches
Institut Grossbritanniens" bezeichnen darf. (Einzelheiten
zum Ergebnis und einige Stellungnahmen finden sich hier
.)
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Tägliche
Herausforderungen für junge Psychologen...
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| Übrigens
werden Doktoranden bei der Bewertung nicht individuell (sondern
nur in ihrer Anzahl) berücksichtigt es hat also
in keiner Weise an mir gelegen! Warum ich das Ergebnis dennoch
mitteile? Aus einer Reihe von Gründen:
Zum
Beispiel ärgere ich mich manchmal über den Traditionsbonus,
der einigen namhaften brititschen Universitäten besonders
aus dem Ausland entgegengebracht wird. Es ist m.E. an der
Zeit, die meist historischen Klischees zu überwinden
und Forschungsinstitute an ihren tatsächlichen Leistungen
zu messen.
Mit
Blick auf deutsche Bildungseinrichtungen bin ich der Ansicht,
dass eine vergleichbare Bewertung dazu beitragen könnte,
die Stärken der in Deutschland stattfindenden Forschung
zu identifizieren, etwaige Schwächen zu beseitigen, sowie
national und international mehr Transparenz zu schaffen. (Die
RAE ist übrigens kein blosser 'Schönheitswettbewerb':
Da
das Abschneiden bei der sehr peniblen und aufwendigen Untersuchung
unter anderem ausschlaggebend für die Vergabe von Geldern
und die Attraktivität eines Ortes für Spitzenwissenschaftler
ist, können ihre Konsequenzen kaum überschätzt
werden. Und weil die Entscheidungen auf Grundlage der aktuellen
Veröffentlichungen und Forschungsprojekte von Institutsmitgliedern
getroffen wird, reflektiert das Verdikt auch die aktuelle
Wertschätzung einer Institution durch scientific community,
Geldgeber und Gesellschaft. Einer der Hauptkritikpunkte an
dem Verfahren ist u.a. seine Tragweite, die sich massiv im
akademischen Alltag bemerkbar macht.)
In
persönlicher Hinsicht fühle ich mich durch das Ergebnis
natürlich in meinem Entschluss bestärkt, das Cardiffer
Institut als Promotionsheimat zu wählen (und bin es längst
leid, dies gegenüber ignoranten oder arroganten Skeptikern
rechtfertigen zu müssen). Letztlich bin ich schlicht
froh und dankbar, in einem exzellenten akademischen Umfeld
lernen und forschen zu dürfen. |
6.
Dezember 2001
Zurück
von einem Kurztripp zum Centre for Research in Development, Instruction
and Training (CREDIT
)
in Nottingham, das mich zum ersten Mal speziell eingeladen
hat, um einen Seminarvortrag über meine aktuelle
Forschung zu halten. Da das eine interessante und angenehme
Erfahrung war, hoffe ich, dass es nicht die letzte Einladung bleibt.
20.
November 2001
Die
'Frischmilchsaison' hat wieder begonnen: Die kühleren Temperaturen
erlauben es, eine geöffnete Milchflasche auf dem Fensterbrett
deponieren, ohne dass die Milch über Nacht sauer wird
was mir dann einen frischen Kaffee am Morgen im Büro ermöglicht.
(Der Kühlschrank im 5. Stock ist morgends viel zu weit entfernt.)
Obwohl die herbstlichen Witterungsbedingungen nicht gerade einladend
sind, habe ich endlich ein paar Bilder
von Cardiff und Umgebung gemacht.
Aussicht
über die Grasshügel des Brecon Beacons National
Park. |
28.
Oktober 2001
Zurück
aus Gregynog, einem zur Universität gehörenden
Gutshaus mitten in Wales, in dem alle Postgraduate Students und
einige mutige Institutsmitglieder jedes Jahr eine dreitägige
Konferenz veranstalten und sich gegenseitig ihre aktuellen Dissertationsprojekte
präsentieren. [Eine Übersicht
über die diesjährigen Vorträge ist hier
verfügbar.] Da zwischen den Vorträgen ein wenig Zeit
für Ausflüge blieb und dabei sogar für ganze 15 Minuten
lang die Sonne schien, gibt es endlich erste
Bilder von Wales zu besichtigen.
7.
Oktober 2001
Die
einzige erwähnenswerte Nachricht ist, dass es momentan kaum
neue Nachrichten persönlicher Art gibt. Nach einigen Monaten
sommerlichen Winterschlafs hat die Rückkehr von etwa 50 Millionen
Studenten die hiesige Universitätsmaschine wieder in Gang gesetzt.
Dies bedeutet, dass mein Leben derzeit durch Forschung, Lehre und
institutsinterne Verpflichtungen mehr als gefüllt ist. Da mir
all dies viel Stress, aber auch Spass bereitet, werde ich die nächste
Zeit wohl kaum Gelegenheiten für die Aktualisierung dieser
Seiten haben, aber vielleicht die ein oder andere Fotoserie online
stellen.
Dessen
ungeachtet sind Sie hiermit herzlich eingeladen, in der Zwischenzeit
ein paar Bereiche dieser Site zu erforschen, die bislang kaum Beachtung
fanden. Zum Beispiel habe ich noch keinerlei Kommentare zu den sogenannten
'Sprachspielen'
erhalten. Bedeutet dies, dass ich die entsprechende Seiten wieder
einstampfen kann?
Ausserdem
legt der aktuelle Zwischenstand einer meiner Umfragen
das erstaunliche Ergebnis nahe, dass ich gefragter als Jennifer
Lopez bin sogar als Nacktbild. Während ich dies höchst
schmeichelhaft finde, enttäuscht es mich ein wenig, dass noch
niemand für Bilder meiner Haustiere gestimmt hat. Nicht nur
fragen mich meine beiden Teddybären täglich nach dem neuen
Zwischenstand, sie posieren auch andauernd für die Kamera und
erwägen aus Verzweiflung nun sogar Nacktaufnahmen von sich.
(Und immer wenn ich mich weigere, noch mehr Fotos von ihnen zu machen,
murmeln sie irgendetwas von einer 'verzerrten Stichprobe an Besuchern'.
Doch ihren naiven Vermutungen bezüglich statistischer Stichprobentheorie
sollte nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden schliesslich
bin ich hier der Forscher.)
Übrigens
zählt die entsprechende Umfrage
4 seit Wochen stets zu meinen Top-10 Seiten. Da (selbst) ich
nicht annehme, dass websurfende Hundertschaften täglich die
Suchmaschinen dieser Welt mit 'Hansjörg Neth nackt'-Anfragen
überschwemmen, legt dies nahe, dass eine Menge an Internetnutzern
sich sehr hartnäckig für die künstlerischen Ausdrucksformen
von J.Lo interessieren und dann versehentlich (und vermutlich zu
Ihrer Enttäuschung) auf meiner Seite landen. Aber wieso stimmen
sie dann nicht für sie? (Ausserdem frage ich mich, ob diese
News-Seite plötzlich genauso beliebt werden würde, wenn
ich sie mit ein paar weiteren Stichwörtern wie 'naked', 'pic'
oder 'Bilder' bestücken würde? Aber selbstverständlich
wäre dies fies, dreckig, luderhaft, und ganz und gar nicht
sexy weshalb ich es niemals tun würde!)
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Der
Blick aus meinem Büro auf einen trockenen Herbsttag.
Ich wohne übrigens genau am Ende des Regenbogens.
[Weitere Bilder von Cardiff
>>.] |
10.
September 2001
Heute
wieder nach Cardiff zurückgekehrt, nachdem ich eine
grossartige Woche mit Freunden in Hannover und Berlin
verbracht habe. Da ich unterwegs mal wieder wild fotografiert habe
und sowieso noch alle Fotos aus Edinburgh ihrer Bearbeitung harren,
werde ich in den nächsten Tagen ein paar neue
Fotoserien verfügbar machen. Schon von Hannover aus habe
ich ein paar Portraits eines Freundes namens 'Phranck'
online gestellt.
Ausserdem
bin ich umgezogen, wenn auch nur innerhalb des Hauses
von einem kleinen dunklen Zimmer in ein grosses helles: Heissa hopsa
& jippie!
5.
August 2001
Zurück
aus Edinburgh und einer wunderbaren Konferenz. Wenn ich nur
einen Teil meines aktuellen Enthusiasmus in Taten umwandeln kann,
werde ich die nächsten Wochen kaum Zeit für Webkram haben.
30.
Juli 2001
Ich
bin unterwegs zur CogSci
in Edinburgh .
Wer sich dafür interessiert, was ich dort zu erzählen
habe, kann meinen Vortrag hier
erhalten. Freu mich schon auf eine interessante Konferenz (und all
die Scottish Single Malts...)
26.
Juni 2001
Mit
nur wenigen Monaten Verspätung hat der Sommer auch hier
Einzug gehalten: Ein sonniges Wochenende im Garten hat mir den ersten
Sonnenbrand des Jahres beschert. Nur meine Versuche der Anpassung
an die Eingeborenen sind wiederum jäh gescheitert. Als ich
mit Sonnenbrille, hochgekrempelten Hosen und Trekkingsandalen im
Institut erschien, wurde mir bescheinigt, wie "ein Brite im
Ausland" auszusehen. (Ob das als Kompliment aufzufassen ist?)
Ein
frohe Botschaft an alle noch ausstehenden Besucher: Entgegen aller
Prognosen hat mein Auto für ein weiteres Jahr seinen
TüV bestanden. Berge, Schlösser, Meer und mehr sind also
noch immer in bequemer Reichweite.
Es
gibt zwei neue Fotoserien
zu besichtigen. (Natürlich interessiere ich mich wieder für
Stellungnahmen...) Erste Bilder von Cardiff und Wales werden bald
folgen.
Juni
2001
Nach
einem schönen Urlaub in New York und Boston bin ich
wieder in Cardiff angekommen. Es war wunderbar, meine amerikanischen
Freunde wiederzusehen, ist nun aber auch nett, wieder "daheim"
zu sein. Eine erste Serie von Fotos ist in meinem Bilderbuch
zu finden. (Ausserdem habe ich meine Seiten um diverse "Interaktionen"
erweitert.)
20.
Mai 2001
Morgen
fliege ich für zwei Wochen in die USA, um Freunde in
New York, Princeton und Boston zu besuchen. Der erste Urlaub seit
langer Zeit! (Ok, nicht nur Urlaub würde ja auch
nicht zu mir passen... Aber es wird auf jeden Fall erholsam werden.)
Mai
2001
Nein
ich habe noch keine Maul- und Klauenseuche! Und
während mein Lieblingsimbiss unvermindert billige Burger und
Schafsdöner verkauft, kenne ich rauchende
Rinderberge auch nur aus dem Fernsehen. Lediglich beim Joggen über
Land bei Cambridge mussten wir ein einziges Mal einen Pfad meiden
also spart Euch Eure rinderwahnwitzigen Bemerkungen!
Langsam
nimmt meine Dissertation Gestalt an, allerdings keine, die viel
mit dem ursprünglichen Titel "External Representations
in Problem Solving" zu tun hätte. Stattdessen fasziniert
mich der interaktive Charakter der meisten Problemloeseprozesse
immer mehr. In einer Reihe von Experimenten habe ich Personen beim
interaktiven Addieren von Zahlen und Münzen untersucht. Als
ersten Erfolg dieser Experimente lassen mich die netten Leut' von
der diesjährigen Cognitive
Science Conference in Edinburgh
meine Ergebnisse vortragen. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen
mit vielen alten Bekannten...
Dezember
2000
Nach
einem in vielerlei Hinsicht bewegten Sommer (in dem ich u.a. wegen
den Machenschaften eines kriminellen Maklers für sechs Wochen
ohne festen Wohnsitz war), hat sich mein Leben wieder etwas beruhigt.
Vor allem der Umzug in ein sonniges Viktorianisches Reihenhaus mit
freundlichen (und nachts schlafenden) Mitbewohnerinnen tut meiner
Arbeit sehr gut. Ein institutsinterner "Aufstieg"
in ein Büro des zehnten Stocks bescherte mir ausserdem vom
Schreibtisch aus eine herrliche Aussicht auf Cardiff (und bei gutem
Wetter über die Meerenge bis nach Bristol). Einen Eindruck
davon vermittelt unsere School
of Psychology Live Web Cam
(die allerdings nach Südwesten, in Richtung des sog. "Millenium
Stadium"s gerichtet ist). Dank der Kamera muss ich jetzt nicht
einmal mehr dann mein Blick vom Bildschirm abwenden, wenn ich aus
dem Fenster sehen will! Vorausgesetzt, Sie haben eine schnelle Datenverbindung,
können Sie sogar die Möwen um unser Institut kreisen sehen,
deren Geschrei mir vermutlich gerade in den Ohren hallt.
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Der
Blick aus dem Psychology Tower nach Südwesten zeigt u.a.
das Schloss vor dem 'Millenium Stadium', sowie Penarth und
das Meer im Hintergrund. [Weitere Bilder
von Cardiff >>.] |
Ob
ich den Erwerb eines zwölf Jahre alten und hoffnungslos charakterlosen
Autos noch einmal bereuen werde, wird die Zukunft zeigen. Doch
da mich das (bezeichnenderweise mit Alarmanlage ausgestattete) Gefährt
nur die Hälfte meines Fahrrads gekostet hat, und ich keineswegs
gedenke, letzteres durch die Benzinschleuder zu ersetzen, zahlt
sich der Kauf eigentlich schon aus, wenn ich damit
im Laufe der nächsten Monate etwas mehr des Landesinneren und
der Küste entlang erkunden kann.
April
2000
Seit
meinem Umzug nach Cardiff
(der Hauptstadt
von Wales
) im September
1999 spielt sich der Grossteil meines Lebens im ebenso grauen wie
hohen Gebäude des psychologischen
Instituts
[live Webcam ]
ab. Das Innere des zwölfstöckigen Gebäudes ist übrigens
bei weitem nicht so trist und traurig, wie der Eindruck, den es
von aussen erweckt. Seine Grösse hat nicht nur den angenehmen
Nebeneffekt, ohne jede Enge eines der dynamischsten und erfolgreichsten
psychologischen Umfelder Grossbritanniens zu beherbergen, sondern
ermöglicht ausserdem einen wunderbaren Panoramablick, der über
Cardiff bis ins Ausland (d.h. England) reicht. Es sei denn, es regnet
gerade...
In
Cardiff verbringe ich meine Zeit mit dem Erwerb eines PhD's, was
konkret bedeutet, dass ich mir waghalsige Hypothesen und perfide
Experimente einfallen lasse, diese dann in langen Programmiersitzungen
in Computerprogramme umwandle, um sie dann in positivistisch-empiristischer
Manier durch unschuldige Versuchspersonen widerlegen zu lassen.
Als
optimistischer Aspirant auf eine akademische Beamtenstelle verbringe
ich die übrigen 80% meiner Zeit mit Email-Korrespondenz, der
Vorbereitung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und (grusel!)
der Korrektur studentischer Hausarbeiten.
Inzwischen
bin ich es auch müde geworden, mich über den hiesigen
Lebensstandard, das hohe Preisniveau oder aber das regnerische Wetter
zu ereifern. Vermutlich schien mir zu Beginn als Fremder
manches schlimmer, als es ist. Als Zyniker könnte ich
nun sagen, dass man sich ja an alles gewöhnt, doch in Wirklichkeit
glaube ich, dass es schlicht eine Weile dauert, bevor man in der
Lage ist, die
lokalen Eigenheiten ohne ständige Vergleiche zu schätzen
und zu geniessen.
Neuere
Neuheiten: 2003 | 2002
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