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Wie ist das Wetter in Cardiff jetzt gerade? >>
Live-Webcam des psychologischen Instituts! >>

 

 

2003 | 2003 | 2002 | 2001

18. Dezember 2001
 

Da die alljährlichen Vorweihnachtswehen in Cardiff genauso unerträglich wie an den meisten anderen Orten sind, versuche ich mich dem Trubel durch eine Reise nach New York zu entziehen. (Dort ist es immer trubelig und daher vergleichsweise 'normal'.) Weihnachten werde ich also dieses Jahr mit Freunden in den USA feiern.

Ich wünsche geruhsame Feiertage und einen sanftes Gleiten in das neue Jahr allerseits...

 

14. Dezember 2001

Es weihnachtet sehr — und sowohl die Universität Cardiff als auch unser Institut haben die erhofften Geschenke bereits erhalten: In der etwa alle fünf Jahre stattfindenden nationalen Forschungsbewertung (Research Assessment Exercise, RAE RAE >>) hat Cardiff insgesamt acht Plätze zugelegt und gilt nun als siebtbeste Universität Grossbritanniens. Wichtiger jedoch ist, dass unser Institut dabei die angestrebte Höchstnote 5*A erhalten hat und sich nun offiziell als "bestes psychologisches Institut Grossbritanniens" bezeichnen darf. (Einzelheiten zum Ergebnis und einige Stellungnahmen finden sich hier RAE Ergebnis >> .)

psychology@cardiff - RAE Ergebnis  >>
Tägliche Herausforderungen für junge Psychologen...

Übrigens werden Doktoranden bei der Bewertung nicht individuell (sondern nur in ihrer Anzahl) berücksichtigt — es hat also in keiner Weise an mir gelegen! Warum ich das Ergebnis dennoch mitteile? Aus einer Reihe von Gründen:

Zum Beispiel ärgere ich mich manchmal über den Traditionsbonus, der einigen namhaften brititschen Universitäten besonders aus dem Ausland entgegengebracht wird. Es ist m.E. an der Zeit, die meist historischen Klischees zu überwinden und Forschungsinstitute an ihren tatsächlichen Leistungen zu messen.

Mit Blick auf deutsche Bildungseinrichtungen bin ich der Ansicht, dass eine vergleichbare Bewertung dazu beitragen könnte, die Stärken der in Deutschland stattfindenden Forschung zu identifizieren, etwaige Schwächen zu beseitigen, sowie national und international mehr Transparenz zu schaffen. (Die RAE ist übrigens kein blosser 'Schönheitswettbewerb': Da das Abschneiden bei der sehr peniblen und aufwendigen Untersuchung unter anderem ausschlaggebend für die Vergabe von Geldern und die Attraktivität eines Ortes für Spitzenwissenschaftler ist, können ihre Konsequenzen kaum überschätzt werden. Und weil die Entscheidungen auf Grundlage der aktuellen Veröffentlichungen und Forschungsprojekte von Institutsmitgliedern getroffen wird, reflektiert das Verdikt auch die aktuelle Wertschätzung einer Institution durch scientific community, Geldgeber und Gesellschaft. Einer der Hauptkritikpunkte an dem Verfahren ist u.a. seine Tragweite, die sich massiv im akademischen Alltag bemerkbar macht.)

In persönlicher Hinsicht fühle ich mich durch das Ergebnis natürlich in meinem Entschluss bestärkt, das Cardiffer Institut als Promotionsheimat zu wählen (und bin es längst leid, dies gegenüber ignoranten oder arroganten Skeptikern rechtfertigen zu müssen). Letztlich bin ich schlicht froh und dankbar, in einem exzellenten akademischen Umfeld lernen und forschen zu dürfen.

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6. Dezember 2001

Zurück von einem Kurztripp zum Centre for Research in Development, Instruction and Training (CREDIT CREDIT, Nottingham  >>) in Nottingham, das mich zum ersten Mal speziell eingeladen hat, um einen Seminarvortrag über meine aktuelle Forschung zu halten. Da das eine interessante und angenehme Erfahrung war, hoffe ich, dass es nicht die letzte Einladung bleibt.

20. November 2001

Die 'Frischmilchsaison' hat wieder begonnen: Die kühleren Temperaturen erlauben es, eine geöffnete Milchflasche auf dem Fensterbrett deponieren, ohne dass die Milch über Nacht sauer wird — was mir dann einen frischen Kaffee am Morgen im Büro ermöglicht. (Der Kühlschrank im 5. Stock ist morgends viel zu weit entfernt.) Obwohl die herbstlichen Witterungsbedingungen nicht gerade einladend sind, habe ich endlich ein paar Bilder von Cardiff und Umgebung gemacht.

Bilder von Cardiff & Wales >>
Aussicht über die Grasshügel des Brecon Beacons National Park.
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28. Oktober 2001

Zurück aus Gregynog, einem zur Universität gehörenden Gutshaus mitten in Wales, in dem alle Postgraduate Students und einige mutige Institutsmitglieder jedes Jahr eine dreitägige Konferenz veranstalten und sich gegenseitig ihre aktuellen Dissertationsprojekte präsentieren. [Eine Übersicht über die diesjährigen Vorträge ist hier verfügbar.] Da zwischen den Vorträgen ein wenig Zeit für Ausflüge blieb und dabei sogar für ganze 15 Minuten lang die Sonne schien, gibt es endlich erste Bilder von Wales zu besichtigen.

7. Oktober 2001

Die einzige erwähnenswerte Nachricht ist, dass es momentan kaum neue Nachrichten persönlicher Art gibt. Nach einigen Monaten sommerlichen Winterschlafs hat die Rückkehr von etwa 50 Millionen Studenten die hiesige Universitätsmaschine wieder in Gang gesetzt. Dies bedeutet, dass mein Leben derzeit durch Forschung, Lehre und institutsinterne Verpflichtungen mehr als gefüllt ist. Da mir all dies viel Stress, aber auch Spass bereitet, werde ich die nächste Zeit wohl kaum Gelegenheiten für die Aktualisierung dieser Seiten haben, aber vielleicht die ein oder andere Fotoserie online stellen.

Dessen ungeachtet sind Sie hiermit herzlich eingeladen, in der Zwischenzeit ein paar Bereiche dieser Site zu erforschen, die bislang kaum Beachtung fanden. Zum Beispiel habe ich noch keinerlei Kommentare zu den sogenannten 'Sprachspielen' erhalten. Bedeutet dies, dass ich die entsprechende Seiten wieder einstampfen kann?

Ausserdem legt der aktuelle Zwischenstand einer meiner Umfragen das erstaunliche Ergebnis nahe, dass ich gefragter als Jennifer Lopez bin — sogar als Nacktbild. Während ich dies höchst schmeichelhaft finde, enttäuscht es mich ein wenig, dass noch niemand für Bilder meiner Haustiere gestimmt hat. Nicht nur fragen mich meine beiden Teddybären täglich nach dem neuen Zwischenstand, sie posieren auch andauernd für die Kamera und erwägen aus Verzweiflung nun sogar Nacktaufnahmen von sich. (Und immer wenn ich mich weigere, noch mehr Fotos von ihnen zu machen, murmeln sie irgendetwas von einer 'verzerrten Stichprobe an Besuchern'. Doch ihren naiven Vermutungen bezüglich statistischer Stichprobentheorie sollte nicht allzu viel Bedeutung beigemessen werden — schliesslich bin ich hier der Forscher.)

Übrigens zählt die entsprechende Umfrage 4 seit Wochen stets zu meinen Top-10 Seiten. Da (selbst) ich nicht annehme, dass websurfende Hundertschaften täglich die Suchmaschinen dieser Welt mit 'Hansjörg Neth nackt'-Anfragen überschwemmen, legt dies nahe, dass eine Menge an Internetnutzern sich sehr hartnäckig für die künstlerischen Ausdrucksformen von J.Lo interessieren und dann versehentlich (und vermutlich zu Ihrer Enttäuschung) auf meiner Seite landen. Aber wieso stimmen sie dann nicht für sie? (Ausserdem frage ich mich, ob diese News-Seite plötzlich genauso beliebt werden würde, wenn ich sie mit ein paar weiteren Stichwörtern wie 'naked', 'pic' oder 'Bilder' bestücken würde? Aber selbstverständlich wäre dies fies, dreckig, luderhaft, und ganz und gar nicht sexy — weshalb ich es niemals tun würde!)

Bilder von Cardiff, Wales >>
Der Blick aus meinem Büro auf einen trockenen Herbsttag. Ich wohne übrigens genau am Ende des Regenbogens. [Weitere Bilder von Cardiff >>.]

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10. September 2001

Heute wieder nach Cardiff zurückgekehrt, nachdem ich eine grossartige Woche mit Freunden in Hannover und Berlin verbracht habe. Da ich unterwegs mal wieder wild fotografiert habe und sowieso noch alle Fotos aus Edinburgh ihrer Bearbeitung harren, werde ich in den nächsten Tagen ein paar neue Fotoserien verfügbar machen. Schon von Hannover aus habe ich ein paar Portraits eines Freundes namens 'Phranck' online gestellt.

Ausserdem bin ich umgezogen, wenn auch nur innerhalb des Hauses — von einem kleinen dunklen Zimmer in ein grosses helles: Heissa hopsa & jippie!

5. August 2001

Zurück aus Edinburgh und einer wunderbaren Konferenz. Wenn ich nur einen Teil meines aktuellen Enthusiasmus in Taten umwandeln kann, werde ich die nächsten Wochen kaum Zeit für Webkram haben.

30. Juli 2001

Ich bin unterwegs zur CogSci in Edinburgh . Wer sich dafür interessiert, was ich dort zu erzählen habe, kann meinen Vortrag hier erhalten. Freu mich schon auf eine interessante Konferenz (und all die Scottish Single Malts...)

26. Juni 2001

Mit nur wenigen Monaten Verspätung hat der Sommer auch hier Einzug gehalten: Ein sonniges Wochenende im Garten hat mir den ersten Sonnenbrand des Jahres beschert. Nur meine Versuche der Anpassung an die Eingeborenen sind wiederum jäh gescheitert. Als ich mit Sonnenbrille, hochgekrempelten Hosen und Trekkingsandalen im Institut erschien, wurde mir bescheinigt, wie "ein Brite im Ausland" auszusehen. (Ob das als Kompliment aufzufassen ist?)

Ein frohe Botschaft an alle noch ausstehenden Besucher: Entgegen aller Prognosen hat mein Auto für ein weiteres Jahr seinen TüV bestanden. Berge, Schlösser, Meer und mehr sind also noch immer in bequemer Reichweite.

Es gibt zwei neue Fotoserien zu besichtigen. (Natürlich interessiere ich mich wieder für Stellungnahmen...) Erste Bilder von Cardiff und Wales werden bald folgen.

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Juni 2001

Nach einem schönen Urlaub in New York und Boston bin ich wieder in Cardiff angekommen. Es war wunderbar, meine amerikanischen Freunde wiederzusehen, ist nun aber auch nett, wieder "daheim" zu sein. Eine erste Serie von Fotos ist in meinem Bilderbuch zu finden. (Ausserdem habe ich meine Seiten um diverse "Interaktionen" erweitert.)

20. Mai 2001

Morgen fliege ich für zwei Wochen in die USA, um Freunde in New York, Princeton und Boston zu besuchen. Der erste Urlaub seit langer Zeit! (Ok, nicht nur Urlaub — würde ja auch nicht zu mir passen... Aber es wird auf jeden Fall erholsam werden.)

Mai 2001

Nein — ich habe noch keine Maul- und Klauenseuche!  Und während mein Lieblingsimbiss unvermindert billige Burger und Schafsdöner verkauft, kenne ich rauchende Rinderberge auch nur aus dem Fernsehen. Lediglich beim Joggen über Land bei Cambridge mussten wir ein einziges Mal einen Pfad meiden — also spart Euch Eure rinderwahnwitzigen Bemerkungen!

Langsam nimmt meine Dissertation Gestalt an, allerdings keine, die viel mit dem ursprünglichen Titel "External Representations in Problem Solving" zu tun hätte. Stattdessen fasziniert mich der interaktive Charakter der meisten Problemloeseprozesse immer mehr. In einer Reihe von Experimenten habe ich Personen beim interaktiven Addieren von Zahlen und Münzen untersucht. Als ersten Erfolg dieser Experimente lassen mich die netten Leut' von der diesjährigen Cognitive Science Conference in Edinburgh meine Ergebnisse vortragen. Ich freue mich schon auf das Wiedersehen mit vielen alten Bekannten...

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Dezember 2000

Nach einem in vielerlei Hinsicht bewegten Sommer (in dem ich u.a. wegen den Machenschaften eines kriminellen Maklers für sechs Wochen ohne festen Wohnsitz war), hat sich mein Leben wieder etwas beruhigt. Vor allem der Umzug in ein sonniges Viktorianisches Reihenhaus mit freundlichen (und nachts schlafenden) Mitbewohnerinnen tut meiner Arbeit sehr gut.  Ein institutsinterner "Aufstieg" in ein Büro des zehnten Stocks bescherte mir ausserdem vom Schreibtisch aus eine herrliche Aussicht auf Cardiff (und bei gutem Wetter über die Meerenge bis nach Bristol). Einen Eindruck davon vermittelt unsere School of Psychology Live Web Cam (die allerdings nach Südwesten, in Richtung des sog. "Millenium Stadium"s gerichtet ist). Dank der Kamera muss ich jetzt nicht einmal mehr dann mein Blick vom Bildschirm abwenden, wenn ich aus dem Fenster sehen will! Vorausgesetzt, Sie haben eine schnelle Datenverbindung, können Sie sogar die Möwen um unser Institut kreisen sehen, deren Geschrei mir vermutlich gerade in den Ohren hallt.

Bilder von Cardiff, Wales >>
Der Blick aus dem Psychology Tower nach Südwesten zeigt u.a. das Schloss vor dem 'Millenium Stadium', sowie Penarth und das Meer im Hintergrund. [Weitere Bilder von Cardiff >>.]

Ob ich den Erwerb eines zwölf Jahre alten und hoffnungslos charakterlosen Autos noch einmal bereuen werde, wird die Zukunft zeigen.  Doch da mich das (bezeichnenderweise mit Alarmanlage ausgestattete) Gefährt nur die Hälfte meines Fahrrads gekostet hat, und ich keineswegs gedenke, letzteres durch die Benzinschleuder zu ersetzen, zahlt sich der Kauf eigentlich schon aus, wenn ich damit im Laufe der nächsten Monate etwas mehr des Landesinneren und der Küste entlang erkunden kann.

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April 2000

Seit meinem Umzug nach Cardiff (der Hauptstadt von Wales ) im September 1999 spielt sich der Grossteil meines Lebens im ebenso grauen wie hohen Gebäude des psychologischen Instituts [live Webcam Psychology live web cam >>] ab. Das Innere des zwölfstöckigen Gebäudes ist übrigens bei weitem nicht so trist und traurig, wie der Eindruck, den es von aussen erweckt. Seine Grösse hat nicht nur den angenehmen Nebeneffekt, ohne jede Enge eines der dynamischsten und erfolgreichsten psychologischen Umfelder Grossbritanniens zu beherbergen, sondern ermöglicht ausserdem einen wunderbaren Panoramablick, der über Cardiff bis ins Ausland (d.h. England) reicht. Es sei denn, es regnet gerade...

In Cardiff verbringe ich meine Zeit mit dem Erwerb eines PhD's, was konkret bedeutet, dass ich mir waghalsige Hypothesen und perfide Experimente einfallen lasse, diese dann in langen Programmiersitzungen in Computerprogramme umwandle, um sie dann in positivistisch-empiristischer Manier durch unschuldige Versuchspersonen widerlegen zu lassen. Als optimistischer Aspirant auf eine akademische Beamtenstelle verbringe ich die übrigen 80% meiner Zeit mit Email-Korrespondenz, der Vorbereitung und Durchführung von Lehrveranstaltungen und (grusel!) der Korrektur studentischer Hausarbeiten.

Inzwischen bin ich es auch müde geworden, mich über den hiesigen Lebensstandard, das hohe Preisniveau oder aber das regnerische Wetter zu ereifern. Vermutlich schien mir zu Beginn — als Fremder — manches schlimmer, als es ist. Als Zyniker könnte ich nun sagen, dass man sich ja an alles gewöhnt, doch in Wirklichkeit glaube ich, dass es schlicht eine Weile dauert, bevor man in der Lage ist, die lokalen Eigenheiten ohne ständige Vergleiche zu schätzen und zu geniessen.

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